, Barbara Leishman

Hilfe! Die Rettung unserer Wälder

Was würden wir ohne unsere Wälder tun? Zu jeder Jahreszeit bieten sie einen Zufluchtsort, um der Hektik der Stadt zu entkommen, und waren während des Covid Lockdowns ein echter Lebensretter. Wir schätzen den Wald um uns zu erholen und Sport zu treiben. Aber der Wald erfüllt darüber hinaus viele wichtige Funktionen: Waldboden reinigt das Grund- und Trinkwasser. Wald schützt vor Naturgefahren wie Steinschlag und Hochwasser. Wald liefert Holz für Möbel und Häuser. Der Wald ist Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Damit der Wald all diese Leistungen erbringen kann, wird er seit Jahrhunderten gepflegt und geformt. 

Doch steigende Temperaturen, Trockenheit und Luftverschmutzung bedrohen dieses Naturparadies. Wie werden unsere Wälder in 20 Jahren aussehen?  

Und so, an einem lauen Sommerabend im Juni machte sich eine Gruppe wissbegieriger Collegium-NaturliebhaberInnen auf den Weg, um dies herauszufinden. Unter der Leitung von 3 begeisterten ExpertInnen des Amtes für Wald beider Basel wurden wir in die Auswirkungen des Klimawandels und der Wetterextreme eingeführt.  

So erfuhren wir, dass viele der heute vorherrschenden Bäume, wie z.B. die Fichte und die Buche, von Trockenheit und Temperaturanstieg stark betroffen sind. Wer von uns wusste, z. B. dass eine ausgewachsene Buche saugt mit den Wurzeln mehr als drei Badewannen Wasser pro Tag aus dem Boden? Aber es gibt Grund zur Hoffnung: Das Amt für Wald arbeitet aktiv an der Bewirtschaftung unserer Wälder, um das Wachstum von zukunftsfähigen Baumarten wie Douglasie, Sommer-Linde und Blumen-Esche zu fördern. Ziel ist, das Ökosystem Wald so zu unterstützen, dass in nicht allzu ferner Zukunft wieder eine natürliche Dynamik entsteht. 

Unsere Waldsafari endete mit einer angenehmen Diskussion bei einem Bier in einem örtlichen Gasthof und der faszinierenden Möglichkeit weiterer solcher Collegiums-Exkursionen. 

Mehr Informationen über die Arbeit des Amtes für Wald beider Basel: 

Info-Blatt Wald im Klimawandel